Biotonne im Winter

Der Winter rückt mittlerweile in großen Schritten auf uns zu. Die frostigen Temperaturen sind die ersten Vorboten von weißen Weihnachten. Damit wir aber bei unserer Biotonne keine böse Überraschung erleben und der Wintertraum nicht zum Müllalbtraum wird, sollten wir uns kurz damit beschäftigen, was man bei seiner Biotonne im Winter beachten sollte.

Jeder, der eine Biotonne besitzt und diese auch benutzt, kommt an dem Problem Frost im Winter nicht vorbei. Denn wer möchte schon mitten in der Adventszeit mit einer überquellenden Biotonne, oder einer kaputten Biotonne dastehen? Aber keine Panik, mit einigen simplen Tricks, die wenig Zeit erfordern, wird das Frostproblem für dich der Vergangenheit angehören.

Sollte deine Biotonne nicht, oder nur zum Teil geleert werden können, weil aufgrund der Kälte der Biomüll in der Tonne festgefroren ist, hast du keinen Anspruch auf eine nachträgliche Entsorgung durch die Müllabfuhr. Was wiederrum bedeuten würde, dass du im schlimmsten Fall wieder vier Wochen auf den nächsten Abholtermin warten müsstest.

Wichtige Tipps damit sie entsprechend vorbeugen können:

  • Die Hauptursache für festgefrorenen Biomüll sind nasse oder feuchte Bioabfälle wie Kaffeefilter, -pads, Teebeutel oder suppige Küchenabfälle. Der beste Weg hier ist es, die feuchten Bioabfälle erst abtropfen zu lassen, oder sie in eine oder mehrere Lagen Zeitungspapier einzuschlagen und erst dann in die Biotonne zu tun. Alternativ kann man die Bioabfälle auch in kompostierbaren Papiertüten sammeln und samt Papiertüte in die Biotonne werfen. Papiertüten eignen sich für die Vorsammlung wesentlich besser als kompostierbare Plastiktüten, da diese in der Kompostierung Probleme machen.
  • Legt man den Boden der Biotonne mit Zeitungspapier, Pappe, Laub oder kurzem Strauchschnitt aus bevor man sie befüllt, wirkt man dem Anfrieren entgegen. Hier aber auch nicht vergessen, dass die Biotonne nicht der Altpapierentsorgung dient, deswegen immer mit Maß und Bedacht handeln.
  • Sollte trotz all dieser Maßnahmen dein Biomüll festfrieren gibt es einige Möglichkeiten etwas dagegen zu tun:
    • Als erstes solltest du mit einer Schaufel oder einem Spaten versuchen, den Biomüll von Wand und Boden der Tonne abzukratzen. Sei hierbei aber vorsichtig, weil die Biotonnen aus Kunststoff bestehen und dieses Material, bei hoher Kälte, spröde werden kann.
    • Aus selbigem Grund ist es auch nicht sehr ratsam mit harten Gegenständen gegen die Biotonne zu schlagen, in der Hoffnung den Biomüll loszulösen.
  • Wer eine Garage besitzt, kann die Biotonne dort auch 24 Stunden vor der Abholung warm stellen, damit der Frost auftaut. Achtung: Man sollte seine Biotonne auf keinen Fall über einen längeren Zeitraum in einem geschlossenen Raum lagern, weil es aufgrund des mangelnden Luftwechsels zu einem Befall durch Pilzsporen kommen kann.
  • Stellen Sie die Biotonne nicht schon am Vortag auf den Abholplatz, sondern erst am Tag der Entleerung, da die tiefen Nachtemperaturen ein Anfrieren begünstigen.
  • Grundsätzlich gilt bei Biomüll generell, dass man die Biotonne nicht bis zum Anschlag vollpressen sollte.

Mit der Weihnachtszeit fallen auch Christbäume, Tannenzweige und ähnliches biogenes Material an. Diese sollten nicht über die Biotonne, sondern über die Strauchgutsammelstelle entsorgt werden. Wichtig ist auch hier, dass sich keine Störstoffe wie Drähte o.ä. bei den Tannenzweigen und Weihnachtsbäumen befinden. Die Entsorgung an einer öffentlichen Sammelstelle ist zudem deutlich Platzsparender als die Entsorgung über die Biotonne.

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, sollte einer problemlosen Biotonnenwinterzeit nichts im Wege stehen.

(Quelle: vgl.: https://www.wirfuerbio.de, Stand 15.11.2019; Bildquelle: Augustin-Innkompost GmbH)